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Gnaeus Calpurnius Piso († 20 in Rom) war ein römischer Politiker zur Zeit der Kaiser Augustus und Tiberius.
Piso war Konsul im Jahr 7 v. Chr. und seit 17 n. Chr. Statthalter der Provinz Syria. Sein gespanntes Verhältnis zu Germanicus trug ihm im Jahr nach dessen Tod durch Vergiftung 19 eine Anklage ein, er tötete sich jedoch zuvor selbst.
Hauptquelle für den Tod des Germanicus und den Prozess gegen Piso war lange Zeit die Darstellung im 2. und 3. Buch der Annalen des römischen Historikers Tacitus. Vor einigen Jahren wurde in Spanien eine bronzene Inschrift mit dem Senatsbeschluss gefunden, der den Prozess nach Pisos Tod beendete, das Senatus consultum de Gnaeo Pisone patre, das neue Aufschlüsse über den Ablauf des Prozesses ermöglicht.
Literatur
- Werner Eck, Antonio Caballos, Fernando Fernández: Das Senatus consultum de Cn. Pisone patre. Beck, München 1996 (Vestigia, Bd. 48), ISBN 3-406-41400-1.
- Cynthia Damon (Hrsg.): The Senatus consultum de Cn. Pisone Patre. Text, translation, discussion. Johns Hopkins Univ. Press, Baltimore 1999 (American Journal of Philology, 120,1, Special issue).
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