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Sinon mit dem Trojanischen Pferd Sinon (griech. Σíνων) war in der griechischen Mythologie ein griechischer Held während des trojanischen Krieges. Er war der Sohn des Aisimo, Enkel des Autolykos und ein Vetter des Odysseus. Im antiken Konflikt spielte er eine Schlüsselrolle bei der List zur Eroberung Trojas, indem er die Trojaner überzeugte, das Trojanische Pferd der Griechen als Sieges- oder Weihe-Geschenk für Athena anzunehmen. Dies bedeutete schließlich — trotz der Warnungen Laokoons und Kassandras — das Ende der Trojaner und des Krieges. Er war es auch, der noch in der selben Nacht das Signal für die griechische Flotte auslöste, von der Insel Tenedos zurückzukommen. Er verwundete und richtete sich selbst auf eine elende Art zu, indem er sich Nase und Ohren abschnitt, als die Griechen ihr hölzernes Pferd vor Troja erbaut hatten, und sich stellten, als ob sie die Belagerung aufgehoben hätten. In dieser erbärmlichen Gestalt schweifte er in der Gegend vor Troja herum. Als er nun von den herum streifenden Trojanern gefangen, und vor den Priamos gebracht wurde, so gab er vor, die Griechen hätten ihn also zugerichtet und zurück gelassen. Tryphiodor. ap. Cerdam ad Virgil. Aen. II. v. 63. Doch geben auch einige vor, die Trojaner hätten ihn so mishandelt, als sie ihn gefangen genommen, und die Wahrheit aus ihm erfahren wollen. Q. Calaber l. XII. 361. Indessen wußte er seine List und Lügen so einzurichten, daß er endlich von dem Priamos das Leben geschenkt bekam, dafür aber, als sich die Trojaner wohl berauscht schlafen gelegt hatten, den Bauch des besagten Pferdes öffnete, und die darin versteckten Wagehälse heraus ließ, welche denn ihren übrigen Gefährten sofort eine Losung gaben, wieder gegen die Stadt anzurücken, deren sie sich denn auch glücklich bemächtigten. Virg. l. c. v. 56. & Hygin. Fab. 108. Die Tragödie des Sophokles von ihm ist verloren gegangen. Fabric. Biblioth. Gr. l. II. c. 17. §. 3. Rezeption William Shakespeare bezog sich auf Sinon bei einigen Gelegenheiten in seiner Arbeit mit ihm als Symbol des Hochverräters. Literatur Christian Habicht: Pausanias und seine "Beschreibung Griechenlands", München 1985. Quellen
Siehe auch Trojanisches Pferd (Mythologie)
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