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Die Geschichte von Perdix (lat. perdere: verderben, verlieren) findet sich in den Metamorphosen des Ovid, VIII 236-259. Er ist der Neffe des berühmten Baumeisters Daedalus und wird von seiner Mutter, dessen Schwester, mit 12 Jahren zu seinem Onkel in die Lehre gegeben. Er beweist erstaunliches Talent und erfindet u.a. die Säge. Daedalus wird neidisch auf ihn und stürzt ihn schließlich von Minervas heiliger Burg hinunter. Doch Minerva ist begabten Menschen sehr gewogen, fängt den Jungen auf und verwandelt ihn in einen Vogel, genauer gesagt ein Rebhuhn (perdix perdix). Aus Angst vor der Höhe fliegt dieser neue Vogel jedoch immer nah am Boden. Diese Metamorphose hat also zugleich erklärende als auch mahnende Funktion. Perdix, das Rebhuhn, war daraufhin nämlich ein ständiger Vorwurf für den eifersüchtigen Daedalus, u.a. scheint es Schadenfreude durch seine Laute auszudrücken als Daedalus seinen Sohn Ikarus, der zu nah an der Sonne geflogen war, deren Wachs seine Flügel schmolz, auf Ikaria begraben muss.
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