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Melampygos ( Μελάμπυγος),
ein Beiname des Herakles, welcher einen bedeutet, der einen schwarzen Gesäß hat. Er bekam solchen von folgender Begebenheit. Thia, des Okeanos Tochter, hatte ihre Söhne Passalos und Alkmon, welche voller Bosheit waren, ermahnt, sie sollten sich in Acht nehmen, daß sie nicht an einen Schwarzsteißigen gerieten. Tzetz. ad Lycophr. v. 91. Als nun Herakles einst unter einem Baume lag und schlief, so vermeinten sie, ihn zu überraschen. Sie wurden aber von ihm ergriffen, mit den Beinen zusammen gebunden, und also an seine Keule auf den Rücken gehänget. Indem sie nun mit den Köpfen unter sich hiengen, so sahen sie, daß des Herakles Gefäß stark behaaret und davon gleichsam schwarz war. Sie fingen darüber mit einander an zu murmein. Weil nun Herakles sie befragte, was sie hätten, und sie ihm sagten, was ihnen ihre Mutter für eine Lehre gegeben, so mußte er des Handels lachen, und ließ beide Buben wieder laufen. Gyrald. Herc. p. 594. & Synt. X. p. 330.
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