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Die drei Moiren nach John Strudwicks A Golden Thread von 1885. Das Gesamtbild bietet noch einen oberweltlichen Teil, der in einer idyllischen Szene die düstere Nornenwelt konterkarriert
Der Lebensfaden ist in der griechischen und römischen Mythologie Symbol für das menschliche Leben. Er wird von den drei Moiren bzw. Parzen gesponnen. In der Ilias des Homer werden sie daher auch als Kataklothes Zuspinnerinnen bezeichnet. So legen sie nicht nur die Länge des menschlichen Lebens fest, sondern auch dessen Beschaffenheit. Glück und Unglück teilen sie so den Menschen zu. Das Motiv wird später ähnlich in der Edda von den Nornen übernommen.
Literatur
- Blisniewski, Thomas: "Kinder der dunkelen Nacht". Die Ikonographie der Parzen vom späten Mittelalter bis zum späten XVIII. Jahrhundert. Diss. Köln 1992, Köln 1992 (mit ausführlicher Bibiliographie zu Moiren und Parzen sowie deren Nachleben in der Kunst)
- Blisniewski, Thomas: Parzen für die Zarin. Johann Joachim Kändlers Parzengruppe für Katharina II. von Russland. In: Weltkunst 1994 (8), S. 1052-1053
- Blisniewski, Thomas: Cornelis Corneliszoon van Haarlem: Ein wiederentdecktes Gemälde. In: Weltkunst 1996 (4), S. 330-331
- Kirschenknapp, Hildegard: Parzen und Nornen. Die poetische Ausformung der mythologischen Schicksalsfiguren zwischen Aufklärung und Expressionismus. Diss. Düsseldorf 1999, Frankfurt a. M. ; Berlin ; Bern ; Bruxelles ; New York ; Wien 2000 (= Europäische Hochschulschriften : Reihe 1)
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