Gyges ist in der griechischen Mythologie der mythische Ahnherr der Lydier, nicht zu verwechseln mit einem seiner Nachfahren, dem historisch belegten König Gyges von Lydien, der dieses von ca 685 v. Chr. bis 657 v. Chr. regierte.

Platon erzählt, dass Gyges als einfacher Hirte (siehe auch Attis, Paris,...) eines Tages in einer Erdspalte, die sich nach einem Erdbeben gebildet hatte, eine Höhle entdeckte, in der er ein hohles Pferd aus Bronze und darin wieder einen übermenschlich großen Leichnam fand, von dessen Finger er einen Ring abzog. Als er an diesem Ring drehte, wurde er unsichtbar. Am Königshof verführte er mit Hilfe dieses Ringes nun die Königin, tötete den König und riss die Herrschaft an sich.

Literatur

  • Michael Grant und John Hazel, Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, München (dtv) 1980 (ISBN 3-423-32508-9)
  • Friedrich Hebbel, Gyges und sein Ring (Projekt Gutenberg-DE)

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Lexikon der Griechischen Mythologie

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