Pithos

Diogenes (in einem Pithos), Jean-Léon Gérôme, 1860, Walters Art Museum, USA

Der Pithos (griechisch; pl. Pithoi) ist ein großes Vorratsgefäß des Altertums, das im mediterranen und ägäischen Kulturraum vorkam.


Der Pithos ist ein großes (gelegentlich übermannshoch), dickwandiges, bauchiges Vorratsgefäß aus Steinzeug oder Ton ähnlich einer Amphore, jedoch mit flachem Boden, das häufig Transportösen in der Oberhälfte hat. Durch sie wurden Seile gezogen, mit denen Pithoi bewegt werden konnten. Seine Oberfläche kann glatt oder durch Bandmuster farblich und strukturell gestaltet sein. Farblich gibt es Pithoi von beige, sandfarben, braun bis rot.

Pithoi wurden auch zur Totenbestattung verwendet, aber primär wurde in ihnen Olivenöl, Wasser, Honig, Salz und Getreide aufbewahrt. 47 Pithoi für Wein fand man z. B. in einem Keller in Zichagora eingegraben. In acht Fällen wurden neben den Pithoi flache Dachziegel (Solene) entdeckt, die vermutlich als Deckel benutzt wurden. Zwei von ihnen wiesen Spuren einer Tonmasse auf, auf der Stempelabdrücke zu erkennen waren. Auf dem Stempel muss die Darstellung eines Löwen gewesen sein. Daraus ist zu schließen, daß man die Pithoi auch versiegelt hat.

Ähnliche Gefäße heißen: Dolium (römisch) plur. Dolia und Tinaja (spanisch).

Der Philosoph Diogenes hat der Legende nach zeitweise in einem Pithos gelebt

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