Gnomon

Gnomon. Kritische Zeitschrift für die gesamte klassische Altertumswissenschaft ist die wichtigste deutsche Rezensionszeitschrift auf dem Gebiet der klassischen Altertumswissenschaften.

Der Gnomon erscheint seit 1925, zuerst im Verlag Weidmann (damals Berlin), seit 1949 im Münchener Verlag C. H. Beck. Die Zeitschrift erscheint in 8 Heften im Jahr. Die geraden Nummern enthalten seit Band 22 (1950) zusätzlich zu den üblichen Beiträgen (Rezensionen, Nachrufe und Nachrichten) eine Bibliographische Beilage der Neuerscheinungen. Die Bibliographische Beilage verzeichnet „alle beachtenswerten einzeln käufliche Druckwerke, soweit sie der Redaktion bekannt werden“, Dissertationen (die nicht im Buchhandel erscheinen) „und Zeitschriftenaufsätze ... jedoch nur solche, die der Redaktion eingesandt oder angezeigt werden“.

Vorbild für den Gnomon war die seit 1887 erscheinende britische Rezensionszeitschrift Classical Review. Seit 1948 erscheint in Österreich eine zweites deutschsprachiges Rezensionsorgan, der Anzeiger für die Altertumswissenschaft.

Das Abkürzungsverzeichnis im Gnomon hat nach Übereinkunft der Fachgelehrten Standardcharakter.

Derzeit sind Carl Joachim Classen, Hans-Joachim Gehrke, Martin Hose, Henner von Hesberg, Ernst Vogt und Paul Zanker Herausgeber der Zeitschrift. Schriftleiter sind Martin Hose und Heinz-Werner Nörenberg.

Jürgen Malitz hat 1994 in Zusammenarbeit mit der Redaktion des Gnomon und dem Verlag C.H. Beck die Gnomon Bibliographische Datenbank erstellt. Mehr als 330.000 Titel – Monographien, Beiträge in Sammelwerken, Zeitschriftenartikel und Rezensionen – werden darin verzeichnet. Bibliographische Angaben aus über 200 führenden altertumswissenschaftlichen Zeitschriften und aus solchen Periodika, die nicht ausschließlich der Altertumswissenschaft gewidmet sind, aber regelmäßig Beiträge zur Antike enthalten, werden ausgewertet. Jährlich erfolgt ein Update mit einer erhöhten Zahl der ausgewerteten Zeitschriften und erfassten bibliographischen Angaben. Hinzu kommen bibliographische Angaben aus Reihen, deren Erscheinen bereits eingestellt wurde. Die Bedienung erfolgt in deutsch oder englisch. Seit Anfang 1996 gibt es auch das Schwesterprojekt Gnomon Online, das Auszüge der Datenbank im Internet bereitstellt.

Möchte man sich über ein bestimmtes Themengebiet der Altertumsforschung oder auch nur über spezifische Begrifflichkeiten genauer informieren, so ist man bei der Gnomon Datenbank, entweder auf dem heimischen PC oder auch über Gnomon Online an der richtigen Adresse. Zu jedem Suchbegriff kann man sich Zeitschriften, ausgewählte Artikel, Dissertationen oder auch Rezensionen zugeschnitten auf sein Interessensfeld anzeigen lassen. Dadurch, dass die Datenbank stets aktuell gehalten wird, kann man sich sicher sein, darin auch die Informationen zu finden, die zum Zeitpunkt der Recherche im jeweiligen Wissensgebiet den neusten Stand der Dinge wiedergeben. Für altertumswissenschaftlich Interessierte ist die Gnomon Recherche ein echtes Muss.

Literatur

Gnomon Bibliographische Datenbank. Internationales Informationssystem für die klassische Altertumswissenschaft. Beck, München 1994 und fortlaufend, ISSN 0945-9790

Weblink

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