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Bustrophedon (griech. bous: Ochse, strepein: wenden, vgl. Strophe, gemeint: ~ wie beim Pflügen, wörtl: „ochsenwendig“; im Deutschen hat sich der Ausdruck „furchenwendig“ eingebürgert) bezeichnet die Schreibweise mit zeilenweise abwechselnder Schreibrichtung von links nach rechts und von rechts nach links.
Beispiel: engl. Text in Bustrophedon Neben alten griechischen Inschriften aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. (davor war die übliche Schreibrichtung von rechts nach links, nach 500 v. Chr. durchgehend von links nach rechts) gibt es vereinzelt auch etruskische und lateinische Inschriften, die als Bustrophedon geschrieben sind. Nicht nur die Schreibrichtung war damals flexibel, auch die Ausrichtung der einzelnen Buchstaben war noch nicht allgemeingültig festgelegt. Die Bäuche der Buchstaben zeigten oft in Schreibrichtung, so dass in einer Zeile von rechts nach links ein komplett spiegelbildlicher Eindruck entstand. Ein Vorteil bei diesen Schlangenlinien liegt darin, dass der Lesefluss nicht unterbrochen wird, weil der Anfang der folgenden Zeile direkt unter dem Ende der vorhergehenden liegt. Im 19. Jahrhundert hat William Moon diesen Vorteil bei der Entwicklung seines Moonalphabet benutzt, um Blinden beim Abtasten der Schrift mit den Fingern den Zeilensprung zu ersparen. Im archäologischen Museum von Korfu befindet sich eine Grabstele mit vertikaler Bustrophedon-Inschrift, die so genannte Arniadas-Grabstele. Von "http://de.wikipedia.org/"
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