Alexanderzug

Alexanderzug ist eine gängige Bezeichnung für den Eroberungsfeldzug des makedonischen Königs Alexander des Großen gegen das Perserreich und die anschließenden Feldzüge bis nach Indien. Alexander war dank seines bereits von seinem Vater hervorragend ausgebildeten Heeres, fähiger Offiziere und seiner eigenen Willenskraft, strategischer wie taktischer Begabung und persönlichen Mutes, trotz einer verhältnismäßig kleinen Streitmacht überaus erfolgreich.

Chronologie (alle Angaben v. Chr.)

Frühjahr 334: Beginn des Feldzugs Alexanders gegen das Perserreich

Mai 334: Sieg Alexanders in der Schlacht am Granikos. Anschließend erfolgt die Eroberung Kleinasiens.

November 333: Sieg Alexanders in der Schlacht von Issos. Ablehnung eines Friedensangebots des persischen Großkönigs Dareios III. und Eroberung Phöniziens.

Januar bis August 332: Belagerung und anschließende Erstürmung von Tyros. Anschließend Weitermarsch nach Ägypten.

Januar 331: Gründung von Alexandria im Nildelta. Zug zur Oase Siwa.

Frühjahr 331: Aufbruch nach Mesopotamien. Am 1. Oktober 331 kommt es zur Entscheidungsschlacht von Gaugamela am Tigris. Flucht des Dareios, der später ermordet wird (Juli 330). Alexander besetzt Babylon und zieht nach Persien weiter.

Frühjahr 330: Brandschatzung von Persepolis. Alexander dringt weiter nach Osten vor.

330–327: In blutigen Feldzügen wird der Osten des Iran unterworfen. Alexander muss sein Heer in kleinere Abteilungen aufteilen, um gegen die Rebellen flexibler operieren zu können. Alexander dringt 328/27 bis nach Baktrien vor.

327–325: Feldzug nach Indien. Alexander gelingen mehrere Siege, so gegen den mächtigen indischen Fürsten Poros, doch weigert sich das Heer im Sommer 326 weiter zu marschieren. Im November 326 beginnt Alexander mit der Einschiffung des Heeres am Indus.

Sommer 325: Alexander tritt an der Küste des Indischen Ozeans den (verlustreichen) Rückmarsch an.

Frühjahr 324: Ankunft in der Persis. Weitere geplante Operationen, wie die Eroberung Arabiens, werden durch den Tod des Königs am 10. Juni 323 in Babylon zunichte gemacht.

Literatur

Siegfried Lauffer: Alexander der Große, 3. Aufl, München 1991.

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