Acheloos

Acheloos war und ist der Name des längsten und wassereichsten Flusses des nördlichen Griechenland, im Bereich der Aetolia Akarnania.


Geschichtliches

Sein ursprünglicher Name war Thoas. Später hieß er Acheloos. Im Mittelalter wurde er Aspropotamos genannt, heute heißt er wieder Acheloos.

Auch wenn der Acheloos als Grenzfluss der alten Landschaften Ätolien und Akarnanien angesehen wird, hatte er diese Funktion in der Praxis selten inne. Erst in der römischen Kaiserzeit wurde der Fluss dauerhafter zur Grenze der Provinzen Epirus und Achaia.


Lage und Verlauf

Seine Quellen liegen laut Thukydides im Gebiet der Dolopes, beim Berg Lakmon im Pindos. Dort wird er von fünf Zuflüssen gespeist. Durch Staustufen ist dieses Gebiet jedoch stark umgestaltet.

Zuerst fließt er in südlicher Richtung durch ein langes, enges Tal, bevor er breitbettig auf die Ebene trifft, die er dann durchfließt. Hier gibt es einen weiteren Zufluss (Kyathos) aus dem See von Konope. Bei Konope existiert auch eine Furt durch den Fluss. Das Mündungsdelta (Paracheloitis) befindet sich südlich von Oiniadai, unweit des Eingangs zum Meerbusen von Patras, gegenüber der Insel Kephalonia. Hier fließt der Fluss ins Ionische Meer.

Seinen Anschwemmungen verdankt die Ebene an seiner Mündung ihre Entstehung. Im Laufe der Zeit versandete das Delta so sehr, dass einige der früheren Echinaden-Inseln versandeten. Der Fluss ist schiffbar bis Stratos. Heute ist er größtenteils kanalisiert.


Weitere Bedeutungen

Für die antike Gottheit Acheloos, die von den Griechen als Personifikation dieses Flusses verehrt wurde, siehe Acheloos in der Mythologie.

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