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Theramenes (Θηραμένης), der Sohn des Hagnon (* ca. 455 v. Chr.; † 404 v. Chr.) war ein Politiker im antiken Athen. Seine Erziehung stand unter dem Einfluss des Sophisten Prodikos. Er selbst war als Politiker ein Anhänger der Oligarchie und eine zwielichtige Person im Peloponnesischen Krieg. Erst beteiligte er sich am oligarchischen Umsturz 411 v. Chr., später aber stellte er sich wieder an die Spitze der Personen, die die Demokratie 410 v. Chr. in Athen wiederherstellten. Im Jahre 406 v. Chr. nahm er als Trierarch an der siegreichen Schlacht bei den Arginusen teil und war im anschließenden Arginusenprozess Ankläger der acht Strategen der Schlacht. 405-404 v. Chr. verhandelte er mit dem Spartaner Lysander über die Kapitulation Athens. Nach der Kapitulation Athens war er Mitglied der Oligarchendiktatur und überwarf sich als Vertreter einer gemäßigten Oligarchie mit Kritias. Dieser veranlasste seine Verurteilung zum Tode im Jahr 404 v. Chr. Man kann sein unrühmliches Ende als Konsequenz seines Schwankens zwischen demokratischer und oligarchischer Gesinnung sehen. Literatur
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