Stesichoros

Stesichoros (* um 630 v. Chr. zu Himera in Sizilien; † starb erblindet 556 v. Chr. in Catana) war der bedeutendste Vertreter der ältern dorischen Lyrik und wurde der "lyrische Homer" genannt.

Von ihm rührt die Einteilung der chorischen Lieder in Strophe, Gegenstrophe und Epode her, auch galt er für den Begründer des höhern frischen Stils. Seine von Spätern in 26 Bücher eingeteilten Festgesänge behandelten in prächtiger Darstellung vorwiegend epische Stoffe; ebenso standen die einfachen metrischen Formen der epischen nahe, wie auch der Dialekt der mit wenigen Dorismen gemischte epische war. Wir besitzen von ihm nur Bruchstücke (in Schneidewins "Delectus poesis Graecorum", Götting. 1839, und Bergks "Poetae lyrici graeci", Bd. 3, 4. Aufl., Leipz. 1882).

Die vermeintliche Erblindung des Stesichoros wird von der heutigen Forschung als Sinnbild, und nicht als tatsächlicher Verlust des Augenlichtes angesehen.

Überliefert sind Fragmente aus z.B. folgenden seiner Dichtungen:

  • Iliupersis (das Hölzerne Pferd)
  • Helena (die Schmähung der Helena)
  • Palinodie (der Widerruf)


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