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Der griechische Feldherr Polyperchon (* vor 360 v. Chr. in Tymphaia, † nach 310 v. Chr.) nahm am Alexanderzug teil und wurde 319 v. Chr. Nachfolger seines langjährigen Weggefährten Antipater als Reichsverweser des Alexanderreiches. Leben Aufstieg Als Sohn des Simmias in der ersten Hälfte des vierten vorchristlichen Jahrhunderts in Tymphaia geboren, nahm Polyperchon am Asienfeldzug des makedonischen Königs Alexander III. teil, der später von den Römern als der Große bezeichnet wurde. Nach dem Tod Alexanders, der die Zeit der Diadochenkriege eingeleitet hatte, wurde Polyperchon der dritte Reichsverweser in zwei Jahren. Er übernahm dieses Amt von seinem verstorbenen Freund Antipater, der es seit dem Tod des Perdikkas 319 v. Chr. innegehabt hatte. Reichsverweser Antipater hatte durch diese Nachfolgeregelung allerdings seinen Sohn Kassander übergangen, dessen Ansprüche auf die Reichsverweserschaft durch die Diadochen Antigonos Monophthalmos und Lysimachos unterstützt wurde. Um gegen dieses mächtige Bündnis bestehen zu können, suchte Polyperchon die Unterstützung der griechischen Poleis, in denen er die als kriegsfreudig geltenden Demokraten unterstützte. Er konnte sich jedoch auch mit griechischer Hilfe nicht halten und wurde bis 316 v. Chr. weitgehend aus Griechenland verdrängt, lediglich auf der Peloponnes blieben ihm einige Stützpunkte. Tod und Nachfolge Polyperchons Spur verliert sich nach 310 v. Chr. In den Kampf der Diadochen um die Vorherrschaft im ehemaligen Alexanderreich konnte er nicht mehr eingreifen. Allerdings konnte keiner von ihnen eine mit der Polyperchons vergleichbare Vormachtstellung in Griechenland erreichen, das in der Folgezeit vom Achaiischen und dem Ätolischen Bund dominiert wurde. Dies sollte erst eineinhalb Jahrhunderte später den Römern gelingen. Literatur
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