Phylárchos

Phylárchos (griech. Φύλαρχος, auch Phylarchos von Athen) war ein griechischer Historiker der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts v. Chr. Er stamte aus Athen, Naukratis oder Sikyon.

Werk

Phylarchos war ein Zeitgenosse des Aratos von Sikyon und verfasste außer einigen kleineren Schriften die Historien, ein großes Geschichtswerk in 28 Büchern, welches die Geschichte der 50 Jahre vom Einfall des Pyrrhos in die Peloponnes (272 v. Chr.) bis zum Tode des spartanischen Königs Kleomenes II. (220/219) behandelte. Er gilt als Vertreter der "mimetischen" hellenistischen Geschichtsschreibung; seine Werke sind anschaulich und lebhaft geschrieben und enthalten auch Sagen, Anekdoten sowie erotische, geographische und volkskundliche Passagen.

Ausgaben

  • Fragmente wurden gesammelt von Lucht (Leipzig 1836), Brückner (Breslau 1839) und Müller ("Historicorum graecorum fragmenta", Bd. 1, Paris 1841)
  • Felix Jacoby: Fragmente der Griechischen Historiker (FGrHist), 1923ff. (Nr. 81)

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Phylarchos ist auch eine Bezeichnung für das Oberhaupt einer Phyle bzw. eines griechischen oder nichtgriechischen Volksstammes oder Stammesteils.

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