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Myrto ist - nach Xanthippe - die zweite Frau des griechischen Philosophen Sokrates. Nachdem Sokrates mit etwa 50 Jahren Xanthippe geheiratet hatte, die heute der Inbegriff der zänkischen und Besitz ergreifenden Ehefrau ist, ehelichte er Myrto, eine Tochter von Aristides dem Gerechten. Da diese ständig im Streit mit Xanthippe lebte, zog es Sokrates vor, sich um keine seiner beiden Frauen zu kümmern. Grund für die beiden Ehen war höchstwahrscheinlich lediglich der Wunsch nach eigenem Nachwuchs. Tatsächlich schenkte ihm Xanthippe Lamprokles und Myrto Soproniskos und Menexenos. Einigen Quellen zufolge ging Sokrates seine zweite Ehe nur deshalb ein, weil die Bevölkerung Athens durch zahlreiche Kriege drastisch gesunken war und er auf diese Weise für zusätzlichen Nachwuchs sorgen wollte. Auf die Frage, wie er die zänkischen Frauen ertragen konnte, antwortete er, dass es nützlich sei so zu leben, denn es sei wie wilde Pferde zu zähmen; man sei besser gewappnet, wenn man den anderen in der Agora gegenübertrete.
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