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Von seinem umfangreichen Werk sind nur Fragmente überliefert. Wegen des uns dank Cicero erhaltenen Anfangs seiner Schrift Peri physeos (Über die Natur), „niemand unter uns weiß etwas, nicht einmal eben das, ob wir wissen oder nicht wissen“, wird er gelegentlich als Wegbereiter der Pyrrhonischen Skepsis beschrieben. Seine Physik ist stark an Demokrit orientiert: er behauptet die Unbeweglichkeit des Kosmos als Ganzem, anerkennt nur Atome und die Leere als Grundeinheiten der Materie, postuliert die unendliche Anzahl der Atome in einem unendlich weiten Raum in unendlich vielen Welten. Daneben beschäftigte er sich als Historiker (Troika, eine Geschichte Trojas) und Meteorologe. Besonders seine metereologischen Schriften weichen von Demokrit ab: so leugnet Metrodoros, dass die Sterne optische Illusionen sind, die aus der Reflexion der Sonnenstrahlen in den Wolken entstehen. Wie Plutarch schreibt erscheint für Metrodoros der Gedanke dass es nur eine bewohnte Welt existiert absurd. Es wäre so als würde in einem gewaltigen Feld nur an einem Ort Korn gedeihen. Da der Raum unendlich gross ist muss es auch unendlich viele bewohnte Welten geben. Die Erde als die einzige bevölkerte Welt im unendlichen All anzusehen, ist ebenso absurd wie die Behauptung, auf einem ganzen, mit Hirse gesäten Feld würde nur ein einziges Korn wachsen.“ Werke Hermann Diels, Walter Kranz: Die Fragmente der Vorsokratiker, Weidmann, Zürich 1996 (3 Bde., Repr. d. Ausg. Berlin 1952) 2. - ISBN 3-296-12202-8, S. 231-234. Literatur
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