Kallimachos (Bildhauer)

Kallimachos war ein griechischer Bildhauer und Bronzegießer, der im letzten Viertel des 5. Jahrhunderts v. Chr. vor allem in Athen tätig war.

Kallimachos entdeckte an einem Grab einen Korb auf einer Akanthuspflanze. Daraus soll nach Vitruvius die Idee des Korinthischen Kapitells entstanden sein.

Korinthische Kapitell

Seine Herkunft ist unbekannt. Als Werke von ihm werden in der antiken Literatur genannt: tanzende Spartanerinnen; eine sitzende Hera in Platää; eine goldene Lampe, die Tag und Nacht im Erechtheion auf der Akropolis von Athen brannte. Vor allem wird ihm die Erfindung des korinthischen Kapitells und damit der korinthischen Säulenordnung zugeschrieben. Auch als Maler soll er gewirkt haben. Keines dieser Werke ist erhalten, nur von den Tänzerinnen gibt es wohl spätere Nachbildungen als Relief.

Kallimachos hat sich intensiv um die Verbesserung der Bildhauertechnik bemüht und soll der erste gewesen sein, der mit dem Bohrer gearbeitet hat. Er war nie mit seinen Arbeiten zufrieden, sondern feilte und besserte fortwährend an ihnen herum.

In römischer Zeit gab es einen weiteren Bildhauer mit dem Namen Kallimachos, der durch seine Signaturen auf erhaltenen Werken bekannt ist.

Von "http://de.wikipedia.org/"
Der Inhalt dieser Seite steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M

N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z