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Kallikratidas (Καλλικρατίδας; † 406 v. Chr.) war ein spartanischer Flottenführer im Peloponnesischen Krieg.
Er wurde 406 v. Chr. als Nachfolger Lysanders zum Befehlshaber der spartanischen Flotte (nauarchos) ernannt. Nachdem er seine Autorität sichergestellt hatte, vereinigte er die Flotte und suchte eine Entscheidungsschlacht mit den Athenern. Ein Teil der athenischen Flotte unter Konon konnte auf Lesbos eingeschlossen werden. Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit ließ Kallikratidas die zum Entsatz nahenden Athener bei den Arginusen-Inseln angreifen. Die Peloponnesier erlitten in der folgenden Schlacht eine schwere Niederlage, in der auch Kallikratidas zu Tode kam.
Kallikratidas wird als typischer Lakonier geschildert: ohne feine Sitten im Umgang mit Menschen, persönlich anspruchslos, unbestechlich, tapfer, seine Meinung geradeheraus vertretend. Aufgrund dieser Eigenschaften hatte er mit Problemen bei den Verbündeten zu kämpfen, die lieber den beliebten Lysander als Admiral gesehen hätten. Auch bei dem persischen Prinzen Kyros, von dessen Geldzahlungen die Flotte abhing, hatte er einen schweren Stand. Als ihm eine Audienz bei jenem verweigert wurde, da der Prinz beim „Trinken” sei, soll er gesagt haben: „Wohlan, so warte ich, bis er seinen Becher geleert hat.”
Hauptquellen für Kallikratidas’ Leben sind Xenophon (Hellenika 1, 6, 1–33) und Diodor (13, 70–79 und 97–99).
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