|
|
Der vorsokratische Philosoph und Dramatiker Ion von Chios, (* 490 v. Chr. auf der griechischen Insel Chios; † 421 v. Chr.) trug seinen Namen nach Ion, der nach der griechischen Mythologie der Stammvater der Ionier war. Von den Werken des Ion sind lediglich Bruchstücke überliefert. In der Apologie des Sokrates gibt Platon einige Gedanken und Sinnsprüche von Ion wieder. Bekannt ist, dass Ion seine Jugend in Athen verbrachte und hier die klassischen griechischen Dichter Sophokles und Aischylos traf. Mit Euripides, dem letzten der großen griechischen Tragödiendichter, maß er sich 429 v. Chr. bei den Festspielen zu Ehren des Gottes Dionysos in einem dichterischen Wettstreit (Agon), der zwischen 455 und 408 v. Chr. regelmäßig durchgeführt wurde. Zur Aufführung kamen sogenannte Tetralogien, die aus einer Trilogie aus je drei Tragödien und einem eher grotesken Satyrspiel bestanden. Hatte Ion 429 mit dem dritten Platz noch das Nachsehen hinter Euripides, der mit dem überlieferten Hippolytos den ersten Platz belegte, und hinter einem unbekannten Zweiten, konnte er im folgenden Jahr den Wettstreit gewinnen. Aus Dankbarkeit und Freude über diesen Erfolg soll er jedem Einwohner Athens, zu dieser Zeit rund 20.000, ein Glas Wein seiner Heimat Chios spendiert haben. Primärquelle Platon: Apologie des Sokrates, Kriton, Ion, Hippias II, Theages, Alkibiades I,Laches, Charmides, Euthyphron, Protagoras, Gorgias, Menon, Hippias I, Euthydemos, Menexemos. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1994 ISBN 3-49-955561-1 (Übersetzung nach Friedrich Schleiermacher 1804-1810) Literatur
Von "http://de.wikipedia.org/"
![]() |
|
|||||||||||||||||