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Iambulos (auch: Iambul; griech.: Ἰαμβοῠλος) ist ein antiker Händler und wahrscheinlich Autor eines autobiographischen Werkes, das literarisch als utopischer Reiseroman eingeordnet werden kann. Zur Person des Iambulos ist nahezu nichts bekannt, womöglich war er ein Araber aus dem Stamm der Nabatäer. Sein Werk wurde nicht überliefert und ist nur als Fragment bei Diodorus erhalten (Diod. 2,55-60). Iambulos berichtet, er sei als Händler im südlichen Arabien von Äthiopiern gefangen genommen worden. Man habe ihn dann als eine Art Sühneopfer in einem Schiff aufs Meer hinausgeschickt. Er gelangte – auf dem Indischen Ozean Richtung Osten segelnd – zu einer unbekannten Insel. Im gängigen Schema der griechischen Utopie wird die Insel als klimatisch ideal und äußerst fruchtbar beschrieben. Die Bewohner der Insel hätten (wortwörtlich) eine gespaltene Zunge, so dass sie zwei Gespräche gleichzeitig führen könnten. Nach sieben Jahren auf dieser Insel wird Iambulos wegen eines nicht näher genannten Delikts verbannt, und gelangt schließlich über Indien und Persien nach Griechenland zurück. Aufgrund dieser ungefähren geographischen Angabe wird Iambulos' Insel mit dem heutigen Sri Lanka identifiziert, wobei ein Großteil der Beschreibung reine Fiktion ist. Literatur Quellen
Sekundärliteratur
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