Empedokles

Empedokles (*um 494 v. Chr. in Akragas (heute: Agrigento), † 434 v. Chr. auf dem Peloponnes) war ein Philosoph, Arzt, Politiker, Sühnepriester und Dichter im antiken Griechenland.

Empedokles stammte aus einem Adelsgeschlecht und schlug es aus, König zu werden. Er reiste viel. Die Legende berichtet, dass er durch einen Sturz in den Krater des Ätna umgekommen sei.

Er war ein Vertreter der Vier-Elemente-Lehre, und sah Liebe (Philotes) und Hass (Neikos) als Urkräfte, die die vier Elemente zusammenbringen und trennen. Dadurch entstünden Lebewesen und Dinge immer wieder neu in der Welt (Sphairos).

Seine große Leistung war es die widersprüchlichen Theorien des Werdens von Heraklit und des Seiens von Parmenides von Elea zu verbinden, indem er das Sein dem Stoff zuschrieb und das Werden der Kraft.

Empedokles gab mit seiner Evolutionstheorie einen Anstoß zur Entwicklung der Biologie.

Teilweise erhaltene Werke

Die Natur -- Lehrgedichte

Reinigungslehren -- mythische Offenbarungen

Werke über Empedokles

Der Tod des Empedokles, Friedrich Hölderlin 1797/1800

Weblinks

Literatur

  • Christof Rapp, Die Vorsokratiker, München (Beck) 1997 ISBN 3-406-38938-4 (sehr gut lesbare Einführung mit Literaturempfehlungen, Zeittafel und Index)


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