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Andronikos von Rhodos war der Erneuerer der aristotelsichen Philosophie. Er lebte im 1. Jahrhundert v. Chr.. Es ist nicht sicher, ob er in Athen - möglicherweise als Leiter des Peripatos - oder in Rom lehrte. Seine Bedeutung liegt vor allem in der Zusammenstellung und Edition der Schriften des Aristoteles in einer Gesamtausgabe, die allerdings nur die esoterischen Schriften, die sog. Pragmatien enthielt. Aufgrund dieser Editionstätigkeit wurden diese Schriften weiterverbreitet, die exoterischen allerdings, d.h. die von Aristoteles selbst zur Veröffentlichung bestimmten Schriften, die noch Cicero vorlagen, gingen verloren. Die Ausgabe von Andronikos bildet die Grundlage der Überlieferung und somit der ersten modernen Gesamtausgabe Immanuel Bekkers, nach deren Seitenzählung Aristoteles in allen Ausgaben und Übersetzungen bis heute zitiert wird.
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