Anaxagoras

Perikles und Anaxagoras, Belle Augustin-Louis

Anaxagoras (* 499 v. Chr. - † 428 v. Chr.) war ein Philosoph der griechischen Antike. Er stammte aus Klazomenai in Kleinasien und verbrachte den Großteil seines Lebens in Athen.

In seinem Werk Über die Natur vertritt er die Ansicht, dass die Welt aus einer Vielzahl winziger, einander ähnlicher Elemente (Homoiomerien) bestehe, die durch einen unpersönlichen Weltgeist () zu den uns bekannten Substanzen zusammengebracht würden. Die Sonne betrachtete er nicht wie viele seiner Zeitgenossen als Gottheit, sondern als einen rotglühenden Stein, der nicht größer sei als die Peloponnes, ein damals revolutionärer, ja ketzerischer Gedanke.

Er war Zeitgenosse von Euripides und Perikles. Der Irreligiosität (Asebeia) angeklagt, wurde er von Perikles vor der Todesstrafe gerettet, und verbrachte seine letzten 2-3 Lebensjahre in der Verbannung in Lampsakos.

Weblinks


Literatur

  • Christof Rapp, Die Vorsokratiker, München (Beck) 1997 ISBN 3-406-38938-4 (sehr gut lesbare Einführung mit Literaturempfehlungen, Zeittafel und Index)


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