Adeimantos (Athener)

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Adeimantos, Sohn des Leukolophides, war ein enger Freund des Alkibiades und Anhänger einer oligarchischen Ordnung. Zusammen mit diesem wurde er 415/14 v. Chr. in den Mysterienprozeß verwickelt und daraufhin verbannt; seine Güter wurden konfisziert. 407 erscheint er bei einer Expedition nach Andros neben Alkibiades und Aristokrates als Stratege. Nach der Schlacht bei den Arginusen wurde er 406 v. Chr. erneut – zusammen mit Konon und Philokles – zum Strategen gewählt. Nach der athenischen Niederlage in der Seeschlacht bei Aigospotamoi im Jahr 405 v. Chr. kam Adeimantos in spartanische Gefangenschaft. Von Lysandros wurde er als einziger Athener wieder freigelassen, weil er als Einziger in der athenischen Volksversammlung gegen einen Antrag des Philokles, spartanischen Gefangenen die rechte Hand (oder den rechten Daumen) abzuhacken, gestimmt hatte. Die übrigen athenischen Gefangenen wurden hingerichtet. In Athen führte dies zu einer Anklage gegen Adeimantos, weil man ihn verleumdete und ihm vorwarf, die Flotte bei Aigospotamoi verraten zu haben.

Quelle

  • Vor allem bei Xenophon, Hellenika 1,4–2,1.

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